Vorurteile gibt es wie Sand am Meer..
In jeder Berufsgruppe und in allen möglichen Bereichen.
Gerade in Berufsgruppen die für Otto-Normalbürger nicht so leicht einsehbar sind, erwachsen die großen Myhten und Sagen...
Der Krangewarefahrer machte ja bereits schon einen Aufruf, alles an Klischees und Vorurteilen im Rettungsdienst mal zu sammeln.
Rettungscherge meint.. " Altenpfleger stehen ja auf einem Ast mit Rettungsgedöns"
Ob dies wirklich so ist wird sich zeigen.. beim Kampf der Altenpflegerin gegen den Rettungsdienstler..
Im Kampf für die Vorurteile... 
Also hab jetzt alle mal in einen Topf geworfen..
Zum Schluss noch Deckel drauf und gut durchmischen!
Hier also die ganze..
und nix als die Warheit über
Die Altenpflegerin und Den Rettungsdienstler!
Die Altenpflegerin..natürlich eine Frau!..die jederzeit lieb und nett, (falls noch jung) ansonsten eher mit angestrengtem oder grimmigem Gesicht, (..da ausgebrannt) durch die Gänge der Etage hetzt.
Der Rettungsdienstler dagegen.. ist natürlich ein Mann! Jung und durchtrainiert,so wie wir das vom Fernsehen gewohnt sind. Mit einem mittvierziger Kollegen und gleichwertigem BMI.
Ein etwas muffelliger und skeptischer Gesichtsausdruck sind dabei charakteristisch.
Die Altenpflegerin.. eine notorische Arsch-Ab-Putzerin, Spaziergängerin, oder auch das nette Hausmädchen.
Der Rettungsdiestler dagegen.. ein ständig Lebensrettender oder einfach nur Patienten schleppender Blauchlichtfahrer.
Die Altenpflegerin,... bei Notfällen innerlich und/oder äußerlich in Panik geratende, dabei die Vitalwerte durcheinanderbringende, den Notarzt anstotternde, höchst gewissenhafte Fachkraft.
Der Rettungsdienstler dagegen..bei Notfällen immer die Ruhe selbst, macht er sich erst mal ein Bild der Lage..( "Nikon" oder "Canon" würde ich hier als Marken empfehlen) und auch wenn es mal nix mehr zu retten gibt..
"Ganz ruhig..wir machen das schon!"
Die Altenpflegerin..hat einen richtigen Hygienefimmel. Taucht sie ihre Hände schließlich mehrmals Stündlich in irgendwelche Waschbecken, spült verschmutzte Wäschestücke aus, reinigt Toiletten oder beseitigt frische Flecken aller Art von Fußböden...um nach diesem Arbeitsgang dann die geforderte Händedesinfektion vorzunehmen.
Der Rettungsdienstler.. dagegen zieht seine Handschuhe möglichst den ganzen Tag nicht aus ( schließlich kommt er stets schon mit Handschuhen zum Patienten )
..sobald ihm das Wort Virus zu Ohren kommt wird der Vollschutz angelegt, selbst wenn es sich dabei nur um Computerviren handelt. In solch einem Fall muss natürlich auf einen anderen Krankenwagen (!) ausgewichen werden, da die Desinfektion um WIRKLICH zu wirken mindestens einen Tag einwirken muss..
Die Altenpflegerin..betreut in der Regel viele verschiedene Patienten, wobei die aufwendigsten und schwierigsten Fälle auch meist die mit überhaupt keiner oder nur einer sehr geringen Pflegestufe sind..
Der Rettungsdienstler..hat auch einige schwere Fälle, diese befinden sich meist in der obersten Etage eines Hauses, natürlich ohne Fahrstuhl und mit schmalem Treppenhaus.
Die Altenpflegerin.. ist in höchstem Maße erfreut, wenn sie auf einem ihrer nächtlichen Rundgänge einen gestürzten Bewohner erblickt.. Heute also mal nicht die ganze Nacht schlafen.. Endlich mal was los!.. Adrenalin machts möglich..Nun kann sie Ihr ganzes Fachwissen anwenden!
Der gerufene Rettungsdienstler.. ist natürlich auch in höchstem Maße erfreut! So war er doch grad erst vor 5 Minuten eingeschlafen und taumelt nun im Laufschritt zum Kollegen! Freude kommt auf.. gibt es schließlich grade Nachts in jeglichen Pflegeeinrichtungen die spannendsten und interessantesten Fälle. An dieser Freude lassen sie natürlich auch das umherstehende Pflegepersonal durch grimmige Blicke und wortkarge Freudeshymnen teilhaben..
Die Altenpflegerin.. läuft bei Notfällen so schnell sie kann durch die Gänge oder etwaige Treppenhäuser um die gewünschten Unterlagen schnellstmöglich zum Notarzt zu bringen. ( Wobei sie...)
den Rettungsdienstler..(...hecktisch überholt. ) Dieser schlendert gemütlich die Treppen herunter um die geforderte Trage aus dem RTW zu holen. Nach dem Motto.."was nützt es wenn ich jetzt auch noch nen Arbeitsunfall hab."
Die Altenpflegerin.. wird von Angehörigen und Heimleitung böse angeschaut weil sie sich zeitweise nur noch mit Worten wie "Po", "Windel", und "Latz" behelfen kann um vom Patienten verstanden zu werden.
Der Rettungsdienstler.. wird von Angehörigen und Gaffern komisch angeschaut weil er und seine Kolegen nur mit Fachbegriffen, wie tachykard, hypoglykämisch oder dehydriert um sich werfen, damit Sie sich verstehen.
Die Altenpflegerin..macht in der Regel keine Pausen um sich ganz und gar ihren Patienten widmen zu können und beugt zudem auch gleich dem Problem vor, welches
die meisten Rettungsdienstler haben.., nämlich die Störung beim Essen durch etwaige Eventuallitäten, sowie der Adipositas..
Die Altenpflegerin..welche sich doch mit so nebensächlichen Dingen wie dem Essen beschäftigen sollte, wird natürlich dabei erwischt und darf sich wegen Essensklau eine neue Wirkungsstätte suchen.
Der Rettungsdienstler.. sowie Kollegen sind dagegen froh, wenn selbstgeschmierte Semmeln der Ehefrau oder essbare Dankesgeschenke von älteren Omchens, gegen Sparcouponns von Mc-Donald´s und Co ausgetauscht werden können.
Aber kaum zu glauben, es gibt auch Gemeinsamkeiten:
Murphy´s Gesetz trifft wohl auf beiden Seiten gleichermaßen zu. Auch sind meist nicht die Patienten selbst das Herrausfordenste sondern oft deren Angehörige.
Aber auch im privaten Bereich hat man´s nicht leicht, sieht man doch in jedem etwas zitrigen, wackeligen und schwitzendem älteren Menschen einen potentiell hilfebedürftigen und hofft dass man nicht eingreifen muss.
Auch der Freundeskreis bei Retungsdienstlern und Altenpflegern beschränkt sich (dank Schichtdienst) bei den meisten fast nur noch auf Kollegen, wenn mann etwas von Arbeit erzählt wird man meist verständnislos angeschaut...aber einen anderen Job suchen?..naja das wäre für uns chronisch rückenkranke, niedriglohnverdienende, Kaffejunkies theoretisch schon längst überfällig..
Aber halt nur theoretisch..
Wenn du also absolut gar nix kannst und nirgendswo was bekommst.. dann werd Altenpflegerin oder Rettungsdienstler..und wenn Du dann noch sagst "Ich arbeite auch gern ehrenamtlich" ist Dir der neue Job auf jeden Fall sicher!
Na dann viel Spaß!
Korrekturen..weitere Vorurteile oder Kommentare aller Art?
..lasst euch nicht dran hindern! 
Alles nur erstunken und Erlogen?
...hmm.. vielleicht...
vielleicht aber auch nicht... 